Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 13 – Umwelt und Raumordnung

Projektstatus: LAUFEND


Projektidee

Abteilung 13 – Umwelt und Raumordnung
Abteilung 13 – Umwelt und Raumordnung

Mit dem Anwachsen der Population des Europäischen Bibers (Castor fiber) in der Steiermark haben auch die Konflikte, die sich im Zusammenleben von Mensch und Biber ergeben, zugenommen.

Im Rahmen der von Juli 2017 bis Juni 2019 durchgeführten Biberberatung in der Steiermark konnten zahlreiche Konfliktfälle dokumentiert werden. Die Mehrzahl der Konflikte ist auf Dammbauaktivitäten des Bibers zurückzuführen. Dämme werden vorwiegend in Nebengewässern mit relativ geringem Wasserstand, denen häufig die Funktion der Entwässerung der einmündenden Felddrainagen zukommt, errichtet. Das führt zu einem Einstau den Felddrainagen, diese verschlammen und verlieren längerfristig ihre Funktionsfähigkeit.

Ebenfalls häufig sind Konflikte, die durch die Grabungstätigkeit des Bibers im Bereich der Gewässerufer entstehen. Es kommt es zu einer Unterminierung der Ufer und es besteht die Gefahr, dass landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge einbrechen. Auch Personenschäden können nicht ausgeschlossen werden.

Besonders kritisch ist die Grabungstätigkeit in jenen Bereichen zu sehen, in denen regelmäßig genutzte Wege uferparallel verlaufen.

Durch das Fällen von Gehölzen ergeben sich sehr unterschiedliche Konflikte: zum einen behindern ins Wasser gestürzte Bäume den Hochwasserabfluss, zum anderen kann es zu Beeinträchtigungen von Infrastruktureinrichtungen kommen.

Auftraggeber: Steiermärkische Berg- und Naturwacht

Projektstatus: ABGESCHLOSSEN


Projektidee

Steiermärkische Berg- und Naturwacht
Steiermärkische Berg- und Naturwacht

Das größte Nagetier Europas, der Biber (Castor fiber), ist mittlerweile auch in Österreich dabei, seine ehemaligen Lebensräume wieder zu besiedeln.

Umfangreiche Kartierungsarbeiten in den Wintern 2012/13 und 2013/14 in der Steiermark in den Einzugsgebieten von Mur, Lafnitz und Raab zeigten, dass die Art sich auch hier in Ausbreitung befindet. Stichprobenartige Begehungen in den darauffolgenden Jahren ergaben, dass laufend neue Gewässer besiedelt werden und die Biberpopulation stetig wächst.

Der Biber nutzt dabei vermehrt kleinere Gewässer mit relativ geringem Wasserstand (< 80 cm) und baut hier Dämme, um den Wasserstand zu heben.

Daher nimmt das Konfliktpotenzial sowohl in Hinblick auf Land- und Forstwirtschaft als auch in Bezug auf Siedlungsgebiet und Infrastruktureinrichtungen rasch zu!